Kolumne: Kurz und vergnüglich.“

Liebesbriefe von Alice.
„Der Wochenrückblick über Themen, die Alice bewegten.
Immer in Verbindung mit Liebe.“

„Lieber Freund,

hast Du Dir draußen schon einmal ausgiebig die Bäume betrachtet? Kurz bevor die ersten Blätterknospen den Frühling einläuten und das Geäst noch unbekleidet dem Himmel entgegen ragt? Mich erinnert es an das selbe filigrane Adergeäst, das unter unserer Haut verborgen liegt und das für mich die Naturverbundenheit auf optische Art und Weise ein Stück weit offenbart. In einem kleinen Stadtpark in der Nähe des Zentrums, auch Rosengarten genannt, erdete ich gestern so wieder meinen Verstand, tauchte ab in mein Innerstes und erreichte für eine Weile einen meditativen Zustand, der den Geist ruhen lässt. Die Sonnenstrahlen streichelten dabei meine Haut und das Gezwitscher von Papageien hoch oben in den Baumwipfeln unterhielt meine Gehörgänge ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, was es wohl zu bedeuten hat. Später bemerkte ich bei näherer Betrachtung des Jasmins über mir, den Rosenbüschen vor mir und nach einer fußläufigen Annäherung an die weiter entfernten Bäume, dass alle ihr Blätterwerk bereits zum sprießen bringen. Frühlingsvorboten, die meinen Geist vollends erhellten und die Seele mit lauter Wohlgefühlen überschwemmte.

Nun blicke ich mit einem Tintenkleks vor mir auf dem Papier auf vier Tage zurück seitdem ich Dir das letzte Mal schrieb. Und im Hinblick auf die davorliegende Woche mit Einladungen, die sich wie eine Perlenschnur aneinanderreihten, freue ich mich auch auf geruhsamere Tage mit Raum für den richtigen Rhythmus. Im Potpourrie der Ereignisse war mir dieser nämlich etwas aus dem Takt geraten, doch mit Hilfe eines mitfühlenden und offenen Ohr der Schmetterlingsdame konnte ich unverarbeitetes Revue passieren lassen, Klarheit schaffen und zu meiner Struktur zurückfinden. Im Wesentlichen beschäftigte mich dann in den vergangenen Tagen Bridge to Hawaii. Neben einer kurzen Verabredung mit mir selbst und einer Latte Macchiato, in der ich feststellte, dass eine halbe Stunde manchmal wie im Flug vergehen kann, fand ich mich am Sonntagnachmittag im Kreise der Bridge to Hawaii-Crew wieder. Bereits zum vierten Mal trafen wir uns im Headquarter in diesem Jahr, um Neuigkeiten und nächste Schritte miteinander auszutauschen. Dieses Mal begrüßten allerdings auch drei Damen ein neues Gesicht in ihren Reihen, beziehungsweise erlebten zwei Damen das vierte Crew-Mitglied zum ersten Mal live und in Farbe. Harmonisch fand sich der junge Mann mit den Rasta-Zöpfen dann in die Runde ein. Für mich bedeutete der erhöhte Adrenalin-Spiegel aller Beteiligten erst einmal, dass das Bridge to Hawaii-Boot durch den Beitritt erwartungsgemäß erst einmal etwas schwankte, bevor es mit der notwendigen Zeit wieder ruhig im Wasser liegt. Doch mit dem Vertrauen, dass sich die Dinge immer finden werden, wenn die Zeit dafür reif ist, schaue ich auf vergnügliche Nachmittagsstunden zurück, die gefüllt waren mit Inspiration, Annäherung, Mitgefühl und Aloha. Darüberhinaus kam auch der Humor nicht zu kurz und zum Ende unseres Treffens fühlte ich mich zurückversetzt in losgelöste Teenager-Tage, in denen vier Protagonisten wie gackernde Hühner plus ein Hahn ganz aufgeregt neue Errungenschaften beklatschten. Als wir dann alle gemeinsam die Treppe hinunter stiegen, um das Haus zu verlassen, überkam mich einen Moment lang eine stille, innere Zufriedenheit über die neue Zusammenstellung der Bridge to Hawaii-Crew. Ein wunderbares Gefühl.

Am Montag vermischten sich dann Bestrebungen nach dem „il dolce far niente“ mit Gedanken rund um die zahlreichen Einfälle vom Vortag und ich erkannte, dass es von Nöten war einen roten Faden zu knüpfen. Desweiteren entsendete ich wieder einmal einen Aloha Monday-Gruß in die virtuelle Welt hinaus, dem ich dieses Mal mit großer Freude eine fotografische Momentaufnahme der Crew anfügen konnte. Voller Spaß und mit dem Know-how der Schmetterlingsdame hatten wir nämlich am Sonntag auch ein Shooting, mit Blumen im Haar für die Damen und einem Lei um den Hals für den Herrn sowie dem Aloha-Hand-Gruß, absolviert.

Am Dienstag spiegelte sich meine Glückszahl im Kalender wieder und ging mit bedeutenden Bridge to Hawaii-Angelegenheiten einher. Mit einer nicht zu verleugnenden, gewissen Adrenalin-Dopamin-Erhöhung in meinem Blutkreislauf darf ich nun auch Dir an dieser Stelle mitteilen, dass wir mit Dienstag in exakt einem Monat unser Bridge to Hawaii-crowdfunding Projekt starten werden. Mit einem Abbild des Bridge to Hawaii-Logos in Kombination mit dem Kickstarter-Logo, unserer erwählten crowdfunding-Plattform, veröffentlichte ich dann diesen entscheidenen Schritt in der virtuellen Welt. Später freute ich mich noch über ein unverhofftes Aloha um die nächste Ecke, genauer betrachtet entdeckte ich ein Schild mit diesem hawaiianischen Gruß, der soviel mehr bedeutet, im Fenster des Ladens, der bald das hawaiianische Nationalgericht auf die Teller bringen wird. Erinnerst Du dich an meine Erzählungen diesbezüglich in der ersten Februarwoche? Auf jeden Fall verabschiede ich mich heute mit dem Wissen unter dem Stern des Aloha zu stehen und wünsche Dir bis zum nächsten Mal eine wundervolle Zeit.

In Liebe mit Aloha,

Alice

PS. Aus aktuellem Anlass möchte ich noch Stephen Hawking zitieren, der gestern diese Welt wieder verließ.

„Remember to look up at the stars and not down at your feet. Try to make sense of what you see and wonder about what makes the universe exist. Be curious. And however difficult life may seem, there is always something you can do and succeed at. It matters that you don´t just give up.“

Über Alice Zumbé

Wer bin ich? Alice Zumbé, geboren mit künstlerischem Talent, welches im Ursprung bei der Großmutter zu finden ist. Meine immer währende Neugierde auf Menschen aller Art gab schnell den Weg zur Portraitmalerin frei. Jedoch auch andere Facetten meines Lebens führten zu zahlreichen Interessensgebieten. Immer im Blick was dort draussen passiert... sowohl im Detail als auch im großen Ganzen. Es bleibt spannend in der Welt.
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