Kolumne: Abenteuer verraten vorher nichts.

Liebesbriefe von Alice.
„Der Wochenrückblick über Themen, die Alice bewegten.
Immer in Verbindung mit Liebe.“

„Lieber Freund,

in den Vormittagsstunden des letzten Samstag ging mir das Herz noch weiter auf, als ich dem Bekenntnis zweier Menschen zu ihrer Liebe füreinander beiwohnte, das im öffentlichen Rahmen mit royalem, britischen Flair stattfand. Es ist immer schön an Momenten teilhaben zu können, in denen bei anderen Menschen das Feuer der Liebe brennt und so freute ich mich über die positive Ausstrahlung sowohl der Beteiligten als auch der vielen Gesichter rund um das Geschehen, die dieses Ereignis ebenfalls bezeugten. So war es mir auch möglich die Rede von Michael Curry zu hören, der voller Inbrunst ein Loblied auf die Liebe sprach, das nun millionenfach Gehör fand. „Wenn Liebe der Weg ist…“ waren seine mehrfach einleitenden Worte, die mir aus der Seele sprachen und mein Herz berührten, da ich mich doch schon längst für diesen Weg entschieden habe. Und so war es wohl wenig verwunderlich, dass auch in meiner direkten Umgebung etwas in der Luft lag, das zunächst meine Kinderaugen zum Strahlen brachte. Sofort erkannte ich das Brummen vom Himmel, das mich auf den Balkon hinaustreten ließ, wo ich dann zum ersten Mal in diesem Jahr meinen geliebten Wegweiser, das Luftschiff, dort oben entdeckte. Kurz darauf erreichte mich dann eine Nachricht der Kamikaze-Lady, die zu einem Treffen im Kiez anfragte, da sie gerade dort im Café „Wie im Himmel“ saß und wir uns bald nach längerer Zeit wieder voller Liebe in den Armen lagen. Auf ihrem Shirt konnte ich dann im leuchtenden Rot die Worte „Magic in the air“ lesen und so setzte sich das Puzzle des Tages aus Liebe und Magie zusammen und das Abenteuer des Lebens machte rückblickend einen Tag wieder einmal zu einem Traum voller Glück.

So steht es mit den Abenteuern, die vorher nicht verraten wohin der Weg führt und außerhalb jeglicher Kontrolle liegen, so dass man sich ihnen einfach nur hingeben kann. Ist der Weg allerdings mit Liebe gepflastert, dann begegnet man dort dem Vertrauen, der Achtsamkeit und der Hoffnung und sieht die Wunder, die das Leben in sich birgt. Für mich bedeutet dies dann oftmals einen spooky-Moment, der keinen wissenschaftlichen Beweis benötigt und einfach das Annehmen nahelegt. Der Dalai Lama äußerte zur Hoffnung einmal folgendes.

„Ein wichtiger Umstand für die Aufrechterhaltung der Hoffnung ist eine optimistische Einstellung. Optimismus bedeutet nicht, dass man die Augen vor der Realität verschließt. Es bedeutet, dass man motiviert bleibt eine Lösung für jedes Problem zu finden und jede Situation so betrachtet, dass man den Nutzen erkennt und auf sein mögliches, positives Ergebnis blickt.“

Doch nun erinnere ich mich für Dich noch einmal an die Erlebnisse der letzten Tage zurück, in denen in jedem Fall auch manche Erkenntnis und Hoffnung lag.

Besinnlichkeit und Ruhe waren die Begleiter vieler Tage in der letzten Woche und ließen Raum für Verarbeitung vorangegangener Ereignisse. Sie entfachten auch neue Energie, die unter anderem in Aktivitäten zu Bridge to Hawaii floss und so breitete ich meine Flügel aus und sendete Nachrichten an Menschen bei Radio und Zeitung. An dieser Stelle freue ich mich Dir erzählen zu können, dass zukünftig die Dame mit dem psychologischem Gespür in die Rolle der Bridge to Hawaii Presseagentin schlüpft. Voller Dankbarkeit und Vertrauen kann ich mich nun diesbezüglich zurücklehnen und mich überraschen lassen, was sie mir reicht, um neues daraus entstehen zu lassen.

Sonnenschein, azurblauer Himmel und warme Temperaturen verführten mich am Montag und Dienstag letzter Woche dazu Teile der Stadt zu erkunden und so meinen Blick über die Weiten der Flussebene in Hafennähe sowie über die duftenden Rosenbüsche im Garten des ehemaligen Palais Spee schweifen zu lassen. Brücken luden nicht nur im Hafen zum Träumen ein und Erzählungen einer betagten Dame, die auf der Parkbank neben mir ihrem Enkel aus einem Buch vorlas, ließen Worte voller Magie verlauten. Ein Fenster brachte mich in den Straßen rund um den Kiez zum Schmunzeln, hinter dem Stan & Olli auf mich zeigten – nun ja… zumindest waren es ihre Abbildungen in figürlicher Form. Und meine gebastelte Collage aller Bridge to Hawaii Crew Mitglieder zauberte mir ein Lächeln auf das Gesicht, da das Bild doch so wunderbar die Verbundenheit spiegelte. In der virtuellen Welt entdeckte ich noch einige Fotografien, die mich inspirierten, da auf manchen in großen Lettern ALOHA zu lesen war oder „Please leave nothing but your footsteps“ auf Brettern an einer Palme vor dem Blick auf den Ozean, wobei zahlreiche Fußabdrücke das Wort „footsteps“ ersetzten. „Malama Honua“ hatte jemand mit weißen Steinen an einer Felsenküste auf Hawaii gelegt und umringt von farbenprächtigen Blüten konnte ich noch die Worte „Spread love everywhere you go“ lesen, die jemand ins Netz stellte.

Begegnungen mit dem jungen Mann mit Aloha-Spirit beschworen dann Wunder „Nummer 1“ herauf, von dem ich hier allerdings noch nichts verraten möchte, und ein überraschendes Wiedersehen mit dem Herrn, der im alten Bauernhaus lebt. Dieser schenkte mir dann ein offenes Ohr für Bridge to Hawaii und ich ihm ein Kompliment eines anderen Herrn, der es mir kurz zuvor für ihn mitgab. Dies war einer der Momente, in dem mir klar wurde, dass kein Zweifel in mir liegt und ich mich freute, dass der Herr genau verstand, was mich einst bewegte die Menschen rund um die Hokule´a zu unterstützen. Ein wunderbarer Tag.

Letzten Freitag folgte ich dann am Abend einer virtuellen Einladung, auf die ich durch eine Dame aufmerksam wurde, die mit ihrem Gefährten hinter dem Theaterprojekt steht, das sich nun auf seiner neuen Bühne präsentieren wollte. Viele Menschen waren gekommen und bevor sich die Türen zum Einlass öffneten, beobachtete ich noch das bunte Treiben am Kanal, durch den die Düssel fließt. Schließlich wurden wir alle hereingebeten und fortan erfreute ich mich an den schauspielerischen Darbietungen junger Menschen auf den Brettern, die für manchen die Welt bedeuten oder auch mal an anderer Stelle in luftiger Höhe auf dem Vorbau des Eingangs. Überzeugend spielten die jungen Damen und Herren Szenerien des alltäglichen Lebens und wurden schließlich mit tosenden Applaus belohnt. Berührt und mit Dank verabschiedete ich mich von der einladenden Gastgeberin, die ich mit ihren Liebsten nun auch live und in Farbe erleben durfte und verließ diesen Ort voller Impulse.

In den vergangenen drei Tagen verweilte ich dann auch zwei Mal am Schwanenspiegel, der mir unter anderem noch eine unverhoffte Begegnung mit einer Dame bescherte, die ich vor wenigen Wochen auch vor dem Aloha Poke Laden traf. Mit ihr tauschte ich nun reflektierende Gedanken zu Bridge to Hawaii aus und lauschte ihren interessanten Ansichten zu Agenturleben und persönlichem. Bald verabschiedeten wir uns wieder herzlich voneinander und ich verblieb noch eine Weile auf der Bank mit Blick auf den kleinen See, einem Schwan und in Gedanken an das erste Bridge to Hawaii Crew Treffen, das nach sechs Wochen an diesem Tag stattgefunden hatte. Das Segelschiff in luftiger Höhe zeigte die Richtung West/Südwest an, also geradewegs nach Hawaii, zum Aloha, und vorbei an dem rot leuchtenden Schriftzug auf einer der Gebäude, der monitäre Aussichten bereithielt. Mit neuen Perspektiven beende ich für heute meine Zeilen an Dich und wünsche Dir eine Zeit voller Magie und Liebe und denke daran: Abenteuer verraten vorher nichts.

In Liebe mit Aloha,

Alice

PS. Einen Wort-Gedanken von Rose Ausländer möchte ich Dir an dieser Stelle noch mit auf den Weg geben, den mir eine zauberhafte Dame und Brieffreundin als Lesezeichen zukommen ließ.

„Vergesst nicht
Freunde
wir reisen gemeinsam.“

 

Über Alice Zumbé

Wer bin ich? Alice Zumbé, geboren mit künstlerischem Talent, welches im Ursprung bei der Großmutter zu finden ist. Meine immer währende Neugierde auf Menschen aller Art gab schnell den Weg zur Portraitmalerin frei. Jedoch auch andere Facetten meines Lebens führten zu zahlreichen Interessensgebieten. Immer im Blick was dort draussen passiert... sowohl im Detail als auch im großen Ganzen. Es bleibt spannend in der Welt.
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