Valentinstag – Take a picture and spread love.

I AM FOR LOVE Kampagne – Stand: 14.02.2015

Eine Woche vor dem 14. Februar saß ich Abends mit mir und meinen Gedanken zu Hause und beschäftigte mich mit einigen persönlichen Ereignissen der letzten Tage. Diese lösten  eine Jetzt-auf-der-Couch-Idee aus, die mir die nächste I AM FOR LOVE Aktion bescherte, die ich eine Woche später umsetzen wollte. Ohne das Bewusstsein dafür, dass dann der obligatorische Valentinstag – der Tag der Liebe – gefeiert werden würde, plante ich für diesen Tag um Punkt 13 Uhr hinaus in die Stadt zu gehen, um noch unbekannte Menschen zu inspirieren ihr Statement für die Liebe zu zeigen und ihnen von meiner Kampagne zu erzählen. Während ich nun dort so saß und darüber sinnierte, meldete sich Alex per Chat und ich erzählte ihr von meiner Idee. Sogleich bot sie mir an mich zu begleiten und die Aktion fotografisch zu unterstützen. Das freute mich sehr, denn es offerierte mir eine Wegbegleitung und aus Erfahrung wusste ich, dass es mir leichter fiel in so einer Situation fremde Menschen anzusprechen, wenn mir vertraute Menschen an meiner Seite standen. Dann verflog immer meine Scheu vor dem Unbekannten und machte dem Mut Platz. Wunderbarerweise ergab es sich dann ein paar Tage später, dass Nina mich ebenfalls begleiten wollte und es sollte sich später herausstellen, dass sie ein wahres Talent in PR offenbarte. Doch bis dahin vergingen noch einige Tage und ich ließ den Gedanken an die Aktion ein Stück los und widmete mich anderen Dingen. Eine Woche zuvor endete mein Crowdfunding Projekt erfolglos und einige, die mich dort unterstützen wollten, ließen mich wissen, dass sie ein wenig betrübt seien, da sie nun noch nicht das gedruckte Werk in den Händen halten konnten. Dies berührte mich sehr und ich überlegte mir eine Zwischenlösung, indem ich anbot Ihnen das Textmanuskript in digitaler Form mit einem Gutschein auf das gedruckte Werk zukommen zu lassen.

Wieder im Netz unterwegs entdeckte ich über meine Twitter Aktivitäten auch einen Tweet der United Nations Women, der mich neugierig machte. So lenkte die Organisation die Aufmerksamkeit unter dem Hashtag #WomenMakeItHappen auf den Trust Women Photo Award, der von der Thomson Reuters Foundation ausgelobt wurde und Fotografen auf der ganzen Welt ansprach ihr Foto einzureichen, das das Leben und die Geschichte von bemerkenswerten Frauen wiederspiegelte, die in irgendeiner Form beachtenswerte Dinge in ihrer Umgebung auf die Beine stellten. Im Hinblick auf meine I AM FOR LOVE Aktion zum Valentinstag und die fotografische Unterstützung von Alex, nahm ich mir vor ihr von dem Wettbewerb zu erzählen. Mein Gefühl sagte mir, dass dort ein Foto entstehen könnte, das sie zur Teilnahme bewegte. Zunächst folgte jedoch erst einmal Freitag, der 13., der dem Aberglauben nach für viele mit einem potentiellen Unglück in Verbindung stand, für mich persönlich allerdings genau das Gegenteil bedeutete. Dies war zurückzuführen auf die Zahl „13“, die für mich eine Glückszahl symbolisierte. Bereits 47 Jahre zuvor erlangte sie zum ersten Mal in meinem Leben an Bedeutung, als ich um Punkt 13 Uhr das Licht der Welt erblickte und zurückblickend auf meine jüngere Vergangenheit, verband ich mit dem 13. jeden Monats sehr oft ein glückliches Ereignis. An diesem Tag nun machte ich mich auf dem Weg zu einem meiner Außenbüros und wie ich den Weg so entlang radelte, mir die Sonne wunderbar vom Himmel ins Gesicht strahlte, meine Gedanken so flüchtig durch mich hindurch wanderten wie der Wind, der mir entgegen blies, machte ich unverhofft eine Straßenbegegnung mit der Liebe, die mich veranlasste kurz innezuhalten. Auf einer kleinen Grünfläche leuchtete in Knallrot ein einzelner Pantoffel in mein Blickfeld, auf dessen Vorderseite ein großes Herz und der Schriftzug „Love“ aufgenäht waren. Sogleich zeigte sich ein Lächeln auf meinem Gesicht, das mein inneres Schmunzeln nach außen trug und ich zückte mein Handy, um diese Entdeckung fotografisch festzuhalten und sie dann im „Das Büro der Liebe“ Blog mit vielen zu teilen. Dann fuhr ich weiter zu meinem Zielort, begleitet von Freude über diese ungewöhnliche Begegnung. Dort angekommen verbrachte ich einige Zeit mit Büroangelegenheiten und ließ das muntere Treiben um mich herum auf mich wirken. Am Nachmittag erhielt ich dann einen Anruf, der mich ebenfalls überraschte. Eine Journalistin der hiesigen Tageszeitung hatte über einen Kollegen von meiner Idee „Wohnzimmer-Lesungen“ anzubieten erfahren und fragte mich nun, ob ich ihr dazu etwas erzählen könnte. Es folgte ein 20-minütiges Telefoninterview, an dessen Ende sie mir mitteilte, dass der Artikel dazu in der kommenden Woche erscheinen würde. So bescherte mir die „13“ an diesem Tag wieder einmal Glück und ich freute mich sehr über diese Momente.

14.02.2015 – Valentinstag
Bevor ich mich auf den Weg ins Don Melone machte, um dort Alex und Nina zu treffen, gewann ein Foto im Netz meine Aufmerksamkeit und versetzte mich in helle Freude. Nicole, die ich auf der Ideenparty 3 Wochen zuvor kennenlernte, hatte mit ihrer Freundin Judith auf einer Karnevalsveranstaltung  ein Schild mit „I AM FOR LOVE“ gemalt und sich damit fotografieren lassen. So bereitete sie mir eine ganz persönliche Valentinstag-Überraschung, denn zu sehen, dass Menschen meine Kampagne mittlerweile ungefragt unterstützten, erfüllte mich sehr. Beschwingt von dieser Entdeckung traf ich im Don ein und wir drei starteten entspannt mit einem leckeren Kaffee und netten Gesprächen in den Tag, da bis 13 Uhr noch ein paar Stunden vor uns lagen. Mein Sohn gesellte sich zu meiner persönlichen Freude noch zu uns, bevor er wieder seinen Weg alleine fortsetzte. Doch zunächst begleitete er uns zur Bahnstation, an der Alex zum „warm werden“ schon erste Fotos schoss. Daniel verabschiedete sich von uns, wünschte uns Glück und viel Spaß und wir machten uns auf den Weg in die Innenstadt. Erste Station: letzte Brücke am Kö-Graben. Ich spürte wie sich langsam Aufregung bei mir breitmachte und meinen Puls etwas nach oben trieb, da ich gespannt darauf war, wie die Menschen auf auf die Aktion reagieren würden.

Schließlich erreichten wir die letzte Brücke am Stadtgraben, die mit einem Aussichtspunkt versehen war, der den Blick über die Baumallee zu beiden Seiten der Königsallee freigab. Viele Menschen tummelten sich auf der Straße, was sich auch aus dem Umstand ergab, dass Karnevalswochenende war und an diesem Nachmittag am entgegengesetzten Ende der Kö noch ein Festumzug stattfinden sollte. Nina sprach sogleich eine Gruppe junger Frauen an, die gerade am Aussichtspunkt standen und erzählte ihnen von meiner Kampagne und der World Tour, die ich plante und fragte diese, ob sie sich mit „WE ARE FOR LOVE“-Plakat fotografieren lassen würden. Bei strahlendem Sonnenschein und blauen Himmel hielt dann Alex die Fünf im Bild fest. Wir erfuhren noch, dass sie aus München angereist waren, um zum ersten Mal im Rheinland Karneval zu feiern. Ich bedankte mich für ihre Teilnahme und kaum, dass sie weiterzogen, sprach ich eine ältere Dame an, die das Geschehen beobachtet hatte. Wie sich herausstellte war sie bereits 82 Jahre alt – ein Umstand, den man ihr nicht ansah – war geborene Düsseldorferin und erzählte voller Energie davon, dass sie viel Liebe in ihrem Leben erfahren hatte, selbstverständlich daran glaubte und sehr gerne meine Kampagne unterstützen wollte. Das nächste Foto war im Kasten. Derweil hatte Nina schon die nächsten angesprochen und Schlag auf Schlag folgten neue Menschen, die teilnahmen. Die drei Japanerinnen, die in Düsseldorf lebten. Die zwei jungen Frauen, die zunächst zögerlich waren und später doch ganz neugierig auf das Resultat im „Büro der Liebe“ anklopften. Die Familie – Vater, Mutter und das „Resultat ihrer Liebe“, wie er es mit einem Strahlen auf dem Gesicht formulierte und die soviel Herzlichkeit und Liebe ausstrahlten. Und das Liebespaar, das sich zu einem Kuss vereinte. Dann verließen wir diesen Ort und liefen Richtung Rhein, um dort fortzusetzen, was wir begonnen hatten.

Bis dahin fühlte ich mich schon völlig beseelt von den vielen positiven Reaktionen und gut gelaunt kamen wir an der Rheinpromenade an. Nina preschte wieder voran und sprach ein älteres Paar an, die gerade dort flanierten und er sie mit einer roten Rose überrascht hatte. Ohne zu zögern ließ er uns wissen, dass wir natürlich ein Foto von beiden machen dürften. Es folgten ein verliebtes, junges Paar auf einer Bank und das Paar mit den dunklen Sonnenbrillen, die das Wetter auf der Steinbank genossen. Dann wurde es wieder international mit dem Paar aus Spanien, die sich innig küssten und den zwei aus Frankreich, die sich über meine Worte „Je suis pour l´amour“ freuten. Es folgten sie und er mit der Baskenmütze, dessen Name italienische Wurzeln vermuteten ließ und die sich beide dann, wie bereits andere zuvor, küssten. Bevor wir dann eine Pause einlegten begegneten wir noch einer Gruppe mit Hund – zwei junge Damen und der Hundebesitzer, der mir nicht unbekannt vorkam. Er fragte mich zuerst, ob die Kampagne einen kommerziellen Hintergrund hat und als ich dies verneinte, öffnete er ganz weit sein Herz und sprach: „Wunderbar. Tolles Projekt und jemand, der Liebe in die Welt hinausträgt, den muss man natürlich unterstützen.“ Ich wiederum fragte ihn dann, ob er derjenige ist, den ich vermutete und er bestätigte seinen Namen, fragte mich nach meinem und als ich diesen nannte, erwiderte er: „Ach ja, Alice Zumbé… na, klar. Die Frau mit dem Buch.“ Kurz unterhielten wir uns noch etwas über meine Pläne zur World Tour, die auf Begeisterung stießen und dann hatte Alex schon das nächste Foto im Kasten. Nach der dreistündigen Tour fühlten sich Nina, Alex und ich etwas erschöpft und wir suchten uns im nahegelegenen KIT einen Sonnenplatz auf der Terrasse. Wir ließen die vergangenen Erlebnisse Revue passieren und jeder erzählte von seinen Empfindungen währenddessen. So berichtete Alex uns, dass sie die positive Energie spüren konnte, die sich durch die Tour trug und sie war von der Herzlichkeit und Offenheit aller Beteiligten sehr beeindruckt. Nina überraschte mich mit ihrer vorausstürmenden Begeisterung und ihrem PR Talent, das sie einsetzte, um Menschen anzusprechen. Ich fühlte mich von den beiden getragen, als wenn wir gemeinsam von Welle zu Welle glitten. Wieder einmal bestätigte sich eine meiner Philosophien: Teilen macht glücklich.

Schließlich kamen wir wieder nach unserem Zwischenstopp an unserem ursprünglichen Treffpunkt im Don Melone an und begegneten dort Aline und Mira, die gemeinsam gerne noch einmal mit Plakat fotografiert werden wollten und dann noch einen jungen Mann ansprachen, der gerade des Weges ging. Zu dritt präsentierten sie nun ihr Statement für Liebe und alle lachten, da es aufgrund der Kostümierung des Herrn auch ein witziges Motiv ergab. Er ging mit einem Lächeln wieder seines Weges und auch jeder von uns verabschiedete sich herzlich von den anderen in seine jeweilige Richtung. Einige Tage später veröffentlichte Alex dann die fertigen Fotos im Netz, die ich mit großer Freude und Dankbarkeit weiter verbreitete. Und was den Trust Women Photo Award betraf, entschied sich Alex mit meiner Unterstützung das erste Foto, das sie von mir an diesem Valentinstag geschossen hatte, dort einzureichen. Eine aufregende und spannende Angelegenheit für sie, als Fotografin und mich, als Botschafterin der Liebe. Die folgenden Worte gewannen somit eine weitere, große Bedeutung für mich: take a picture and spread love.

Straßenbegegnung mit der Liebe.

 

Über Alice Zumbé

Wer bin ich? Meine immer währende Neugierde auf Menschen aller Art gab schnell den Weg zur Portraitmalerei frei. Jedoch auch andere Facetten meines Lebens führten zu zahlreichen Interessensgebieten. Immer mit dem Blick was draussen passiert - sowohl im Detail als auch im großen Ganzen. Es bleibt spannend in der Welt.
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