{"id":565,"date":"2015-03-26T23:45:34","date_gmt":"2015-03-26T22:45:34","guid":{"rendered":"http:\/\/alicezumbe.de\/blog\/?p=565"},"modified":"2017-07-13T11:07:21","modified_gmt":"2017-07-13T09:07:21","slug":"hawaii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/alicezumbe.de\/blog\/hawaii\/","title":{"rendered":"Hawaii"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_566\" aria-labelledby=\"figcaption_attachment_566\" class=\"wp-caption aligncenter\" style=\"width: 310px\"><a href=\"http:\/\/alicezumbe.de\/blog\/hawaii\/altaghrom3ribkn8lqaed_w5oqclctu9q1z1vofhnbhzsxo\/\" rel=\"attachment wp-att-566\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-566\" title=\"Hawaiin Airline\" src=\"http:\/\/alicezumbe.de\/blog\/blogin\/media\/\/2015\/03\/altAgHrom3RIbKN8lqAeD_W5oQcLCTU9Q1z1vofhnBHzsXo-300x224.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"224\" srcset=\"https:\/\/alicezumbe.de\/blog\/blogin\/media\/2015\/03\/altAgHrom3RIbKN8lqAeD_W5oQcLCTU9Q1z1vofhnBHzsXo-300x224.jpg 300w, https:\/\/alicezumbe.de\/blog\/blogin\/media\/2015\/03\/altAgHrom3RIbKN8lqAeD_W5oQcLCTU9Q1z1vofhnBHzsXo-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/alicezumbe.de\/blog\/blogin\/media\/2015\/03\/altAgHrom3RIbKN8lqAeD_W5oQcLCTU9Q1z1vofhnBHzsXo.jpg 1136w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"figcaption_attachment_566\" class=\"wp-caption-text\">Peking. Hawaiian Airline. Frau mit Blume im Haar.<\/figcaption><\/figure>\n<p><em>Welche Bedeutung hat Hawaii f\u00fcr mich?<\/em><\/p>\n<p>Eine Frage, \u00fcber die ich dann doch etwas l\u00e4nger nachdenken wollte. Dazu ergr\u00fcndete ich meine Vergangenheit, um mich wieder daran zu erinnern, wann ich \u00fcberhaupt zum ersten Mal mit diesem Wort, diesen Inseln, die ich bisher noch nie pers\u00f6nlich besucht hatte, in Ber\u00fchrung kam. Und je l\u00e4nger ich dar\u00fcber nachdachte, desto mehr sammelte ich kleine Geschichten aus meinem Leben zusammen, die damit im Zusammenhang standen. Den genauen Zeitpunkt, das erste Mal \u201e<em>Hawaii<\/em>\u201c, konnte ich nicht mehr benennen, doch war dies nicht wichtig f\u00fcr diese Geschichte. Mich erstaunte nur selbst, dass mich diese Inseln schon eine lange Zeit in meinem Leben mental begleiteten und je mehr ich dar\u00fcber nachdachte, entdeckte ich, dass die einzelnen Ereignisse in immer k\u00fcrzeren Abst\u00e4nden aufwarteten. Dies \u00fcberraschte mich besonders in den letzten zwei Jahren, seitdem ich mich mit der Liebe intensiv besch\u00e4ftigte. Und was ich dann entdeckte, weil es mich fand, mir den Weg wies, lie\u00df mein Herz h\u00f6her schlagen und weckte eine immense Neugier in mir auf diese Inseln und die Menschen, die dort lebten. Doch beginnen wir mit dem Blick in die weiter entfernte Vergangenheit.<\/p>\n<p>So erinnerte ich mich daran, dass ich schon in meiner Teenagerzeit und den fr\u00fchen Zwanzigern einen Einblick auf diese Inselgruppe erhielt. Eine Fernsehserie entf\u00fchrte mich an diesen Ort und Tom Selleck, alias Thomas Magnum, lie\u00df mich damals schon von Oahu, Honolulu, Maui, Waikiki Beach und, und, und tr\u00e4umen. Wunderbare Luft-Aufnahmen w\u00e4hrend der Hubschrauberfl\u00fcge von Magnum und T.C. zeigten die Sch\u00f6nheit der Inselkette im Pazifischen Ozean und ihre vielf\u00e4ltigen Landschaften. Doch noch ahnte ich damals nicht, wohin mich dies alles f\u00fchren w\u00fcrde. Einige Jahre sp\u00e4ter stand ich in dem B\u00fcro einer ehemaligen Kollegin und entdeckte auf ihrem Schreibtisch ein gro\u00dfe Kokusnuss, die mit Briefmarken beklebt war. Ich erfuhr, dass die Kollegin diese von Hawaii aus nach Deutschland verschickt hatte. Post-a-nut auf Molokai machte es m\u00f6glich und sie erz\u00e4hlte weiter davon, dass sie die Inseln bereits zum siebten Mal besucht hatte. Ich sp\u00fcrte ihre Begeisterung f\u00fcr Hawaii und ihre Geschichten weckten in mir wieder den Traum selbst einmal dorthin zu fliegen. Doch zun\u00e4chst verlief mein Leben in eine andere Richtung und es sollten wieder einige Jahre vergehen, in denen dieser Traum keine Bedeutung hatte. Eine weitere Ber\u00fchrung mit den Inseln erhielt ich dann \u00fcber die Musik. 2010 eroberte ein Lied und sein S\u00e4nger in Deutschland die Chartlisten &#8211; Israel Kamakawiwo\u00b4ole oder liebevoll auch Iz genannt, verzauberte mich und Millionen mit seiner Version eines Medleys von \u201eOver the rainbow\u201c und \u201eWhat a wonderful world\u201c. Der sanfte Riese setzte sich seinerzeit auch sehr f\u00fcr die Belange der Menschen Hawaiis ein und trug wesentlich dazu bei, dass die hawaiische Sprache durch seine Lieder wiederbelebt wurde und erhalten blieb. Eine interessante Pers\u00f6nlichkeit und doch blieb es mir verwehrt ihm jemals pers\u00f6nlich gegen\u00fcber zu treten, da er schon lange nicht mehr auf dieser Welt weilte.<\/p>\n<p>Ich hatte inzwischen meine Faszination f\u00fcr Burlesque entdeckt und der ich drei Jahre lang folgte, indem ich Veranstaltungen besuchte, T\u00e4nzerinnen kennenlernte, diese zeichnete und selbst mein \u00c4u\u00dferes dem Stil der 1940er bis 1960er Jahre anpasste. Fehlen durfte dann nat\u00fcrlich auch nicht die Blume im Haar und \u00fcber einen Online-Shop entdeckte ich ein wundersch\u00f6nes Exemplar, das sich \u201egro\u00dfe Hawaii-Blume\u201c nannte. Nach dieser Zeit blieb die Blume ein Element, dass ich gerne ab und zu in meinen Kleidungsstil integrierte und im Sommer 2013, als ich \u201eDas B\u00fcro der Liebe\u201c Projekt vorbereitete, trug ich jeden Tag die Hawaii-Blume im Haar, so dass diese zu meinem Erkennungszeichen avancierte und mich so mancher, der meinen Namen nicht kannte, als die Frau mit der Blume bezeichnete. Dies erinnerte mich auch an den ber\u00fchmten hawaiischen Blumenkranz, den Lei, der die Sch\u00f6nheit der Hawaii-Inseln sowie den Aloha Spirit darstellte und dessen Duft ein Genuss f\u00fcr die Sinne sein soll, der das Gef\u00fchl des Willkommenseins heraufbeschw\u00f6rt. Doch zur\u00fcck in meine reale Welt. In meinem Jahr der Liebe verbrachte ich viel Zeit in meinem Au\u00dfenb\u00fcro, einem Caf\u00e9, mit dessen Besitzer ich mich angefreundet hatte und mit ihm und Nina ab und zu eine kleine Lotto-Tipp-Gemeinschaft bildete. In der Hoffnung auf den gro\u00dfen Gewinn malten wir uns dann oft aus, was jeder mit seinem Anteil tun w\u00fcrde und erfreuten uns an diesen Gedanken. So \u00fcberlegten wir uns auch, wie wir uns gegenseitig \u00fcber den Gewinn informieren wollten, indem wir beschlossen, dass derjenige, der den Schein abgab eine Kurzmitteilung mit den Worten \u201eKoffer packen\u201c den anderen zukommen lassen sollte. Die Koffer w\u00fcrden uns dann nach Hawaii begleiten, wo wir erst einmal zu dritt feiern und den positiven Schock verarbeiten wollten. Der Gewinn sollte zu unserem Bedauern ausbleiben, allerdings begleitete mein Bewusstsein wieder ein Traum.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend ich mein erstes Buch dann im ersten Halbjahr 2014 schrieb, h\u00f6rte ich eines Tages wieder einmal das Lied von Iz im Radio und dieses Mal suchte ich bei youtube das Video dazu. Dort sah ich dann einen Zusammenschnitt hawaiischer Landschaftsbilder mit Aufnahmen von Iz, wie er am Strand vor Publikum, begleitet von seiner Ukulele, das Lied darbot. Das Video zeigte zum Ende des Liedes auch die Beerdigungszeremonie, in der die Asche von Iz dem Meer \u00fcbergeben wurde, begleitet von unz\u00e4hligen Menschen, die teils mit Booten ins Meer gingen, um der Zeremonie beizuwohnen und ihm so die letzte Ehre erwiesen. Mich ber\u00fchrte diese Szenerie sehr, denn die Menschen feierten dort auch sein Leben trotz aller Traurigkeit, die der Verlust mit sich brachte. Mir gefiel diese Form der Bestattung und da der Tod zu jedem von uns geh\u00f6rt wie das Leben, sprach ich mit Nina dar\u00fcber und erz\u00e4hlte ihr, dass ich mir w\u00fcnsche, dass auch meine Asche am Ende meines Lebens einmal ins Meer gestreut wird und alle, die dies begleiten, auch das Leben feiern sollen. Der Ort daf\u00fcr sollte dann vorzugsweise auf Hawaii sein.<\/p>\n<p>Wieder im Hier und Jetzt traf ich wenige Woche sp\u00e4ter einen Freund zu einer Kaffee-Pause und ich staunte nicht schlecht, als er bekleidet mit einem Hawaii-Hemd mir erkl\u00e4rte, dass er sich dieses tats\u00e4chlich extra aus Hawaii zuschicken lie\u00df. Dies war einer dieser kleinen Momente, die auf mich zukamen, ohne dass ich gerade auch nur den Hauch eines Gedankens an Hawaii hatte. Ich f\u00fchlte mich dann immer wie jemand, dem zugefl\u00fcstert wird: \u201eVergiss Deinen Traum nicht. Verwirkliche ihn.\u201c Und so h\u00e4uften sich diese Momente, deren Abst\u00e4nde merkw\u00fcrdigerweise auch immer geringer wurden. Die Hawaii-Dokumentation im Fernsehen, \u00fcber die ich stolperte, als ich lustlos hin und her schaltete. Eine Talkshow, die nichts mit Hawaii zu tun hatte und in der eine Dame pl\u00f6tzlich von ihrer Hawaii-Reise erz\u00e4hlte, die so wichtig f\u00fcr sie war. Die facebook-Seite \u00fcber Hawaii, die mir auf der timeline angezeigt wurde, ohne dass ich danach suchte. Der Freund, den ich seit Jahren nicht mehr gesehen hatte und der mir von seiner Hawaii-Reise erz\u00e4hlte. Der alte Herr, der von seiner ersten gro\u00dfen Liebe berichtete, die er Ende der 1950er Jahre w\u00e4hrend seines Studiums in Wien kennenlernte und die sp\u00e4ter seine Ehefrau wurde \u2013 das Besondere daran: sie kam von Hawaii. Bis hin zu Aloha Food Tours, die mir auf Twitter pl\u00f6tzlich folgten, ohne dass ich dort je etwas zu Hawaii geschrieben h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Im Oktober des letzten Jahres reiste dann Nina nach China f\u00fcr einen Modeljob und schickte mir auf ihrer R\u00fcckreise vom Flughafen in Peking ein Foto mit den Worten: \u201eSchau mal, die Frau mit der Blume sieht genauso aus wie Du.\u201c Was ich dann sah f\u00fchlte sich v\u00f6llig verr\u00fcckt an. Nina hatte ein Flugzeug der <em>Hawaiin Airlines<\/em> fotografiert, dessen Leitwerk (Seitenruder) einen gemalten Frauenkopf mit dunklem Haar und einer Hawaii-Blume zierte, so wie ich sie immer trug. Ich musste lachen und dachte: \u201eDas Leben ist ein Abenteuer und ich stecke mittendrin.\u201c Jetzt begann ich mich gezielt mit Hawaii zu besch\u00e4ftigen und wollte mehr \u00fcber die Inseln und ihre Geschichte erfahren. Ich lernte etwas \u00fcber ihre polynesischen Wurzeln, las von ihrer Geschichte und ihrer Kultur und dann offenbarte sich mir der Sinn, der Zusammenhang zu meinem Lebensweg der letzten zwei Jahre. So entdeckte ich, dass der hawaiische Gru\u00df \u201eAloha\u201c \u00fcbersetzt \u201eLiebe\u201c bedeutet und \u201eAloha \u00b4aina\u201c die Liebe und die tiefe Verbundenheit der Hawaiianer zum Land ausdr\u00fcckt. F\u00fcr mich bedeutete diese Erkenntnis, dass ich meinen Traum wahr machen wollte, um die Inseln zu besuchen und die Menschen dort kennenzulernen. Meine Geschichten rund um die Liebe und \u00fcber Hawaii flossen nun zusammen in die I AM FOR LOVE World Tour.<\/p>\n<p>Anfang Februar schrieb ich dann das Konzept zur World Tour in einem Caf\u00e9 im D\u00fcsseldorfer Hafen, dass ich zum letzten Mal im Dezember besucht hatte. Dort arbeitete an diesem Tag Steven, den ich schon vor l\u00e4ngerer Zeit kennenlernte, der mir immer herzlich entgegen trat und neugierig darauf war, wie es in meinem Leben weiterging. Ich freute mich ihn nach l\u00e4ngerer Zeit wiederzusehen und erz\u00e4hlte ihm von meiner Idee der World Tour und davon, dass mein pers\u00f6nliches Wunschziel auf dieser Reise Hawaii ist, wo ich allerdings noch niemanden kannte, dem ich eine Liebe-Botschaft \u00fcberbringen w\u00fcrde. Er l\u00e4chelte mich an und sagte: \u201eKein Problem. Du kannst dort meine Verwandten besuchen.\u201c Ich schaute ihn \u00fcberrascht an, weil ich kaum glauben konnte, was ich gerade geh\u00f6rt hatte. Tats\u00e4chlich f\u00fchren seine Wurzeln zur\u00fcck zu dieser Inselkette im Pazifischen Ozean, die mich aus meiner Erinnerung bereits \u00fcber 25 Jahre seelisch begleitete.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Welche Bedeutung hat Hawaii f\u00fcr mich? Eine Frage, \u00fcber die ich dann doch etwas l\u00e4nger nachdenken wollte. Dazu ergr\u00fcndete ich meine Vergangenheit, um mich wieder daran zu erinnern, wann ich \u00fcberhaupt zum ersten Mal mit diesem Wort, diesen Inseln, die &hellip; <a href=\"https:\/\/alicezumbe.de\/blog\/hawaii\/\">Lesen fortsetzen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[6],"tags":[138,49,139,140,99,98,113,144,142,145,141,146,143],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/alicezumbe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/565"}],"collection":[{"href":"https:\/\/alicezumbe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/alicezumbe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/alicezumbe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/alicezumbe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=565"}],"version-history":[{"count":13,"href":"https:\/\/alicezumbe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/565\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2813,"href":"https:\/\/alicezumbe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/565\/revisions\/2813"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/alicezumbe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=565"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/alicezumbe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=565"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/alicezumbe.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=565"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}