{"id":2963,"date":"2017-10-26T13:37:11","date_gmt":"2017-10-26T11:37:11","guid":{"rendered":"http:\/\/alicezumbe.de\/blog\/?p=2963"},"modified":"2017-10-26T13:37:11","modified_gmt":"2017-10-26T11:37:11","slug":"kolumne-aufmerksamkeit-beachtung-fuersorge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/alicezumbe.de\/blog\/kolumne-aufmerksamkeit-beachtung-fuersorge\/","title":{"rendered":"Kolumne: Aufmerksamkeit. Beachtung. F\u00fcrsorge."},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_2964\" aria-labelledby=\"figcaption_attachment_2964\" class=\"wp-caption aligncenter\" style=\"width: 160px\"><a href=\"http:\/\/alicezumbe.de\/blog\/kolumne-aufmerksamkeit-beachtung-fuersorge\/alice_zumbe_nb-79\/\" rel=\"attachment wp-att-2964\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-thumbnail wp-image-2964\" title=\"Alice_Zumb\u00e9\" src=\"http:\/\/alicezumbe.de\/blog\/blogin\/media\/\/2017\/10\/Alice_Zumbe_nb1-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><figcaption id=\"figcaption_attachment_2964\" class=\"wp-caption-text\">Liebesbriefe von Alice.<\/figcaption><\/figure>\n<address style=\"text-align: center;\">&#8222;Der Wochenr\u00fcckblick \u00fcber Themen, die Alice bewegten.<\/address>\n<address style=\"text-align: center;\">Immer in Verbindung mit Liebe.&#8220;<\/address>\n<p>&#8222;Lieber Freund,<\/p>\n<p>seit meinem letzten Brief an Dich besch\u00e4ftigten mich in vielerlei Hinsicht die Begriffe <em>&#8222;Aufmerksamkeit&#8220;<\/em> und <em>&#8222;Beachtung&#8220;<\/em>. In einem Gespr\u00e4ch mit der Schmetterlingsdame er\u00f6rterte ich sogar wieder einmal die Anf\u00e4nge ihrer Bedeutung und befand, dass einer der folgenreichsten Sinne, die uns in diesem Zusammenhang in die Wiege gelegt wurde, wohl das <em>&#8222;Sehen&#8220;<\/em> ist. Der visuellen Wahrnehmung unserer Umwelt in all ihren Facetten gilt recht schnell unsere Aufmerksamkeit. Zun\u00e4chst f\u00fcr das naheliegende, und im Einklang mit der Erkenntnis, dass auch wir wahrgenommen und beachtet werden. So erleben wir von Anfang an auch die F\u00fcrsorge, die es braucht, damit wir gesund wachsen und gedeihen k\u00f6nnen und erfahren das Wohlgef\u00fchl, f\u00fcr das wir sp\u00e4ter unter anderem den Begriff <em>&#8222;Liebe&#8220;<\/em> verwenden werden. So bef\u00e4higt uns dieser Sinn auch zum Austausch mit anderen, verschafft den Eintritt zur Verbundenheit noch bevor das erste Wort \u00fcber unsere Lippen gleitet, erhellt den Tag, wenn wir ein L\u00e4cheln im anderen erkennen und befl\u00fcgelt unsere Neugier auf das Unbekannte. Wenn wir dann diese Urspr\u00fcnglichkeit in uns immer wieder entdecken, uns daran erinnern w\u00e4hrend wir jeden Tag auf\u00b4s neue durch diese Welt gehen, schaffen wir die M\u00f6glichkeit mit Wohlwollen und Vertrauen allem und jedem zu begegnen, weil wir gelernt haben, wie wichtig es ist Beachtung und Aufmerksamkeit zu schenken und wie gl\u00fccklich es macht diese selbst zu erhalten.<\/p>\n<p>Die\u00a0 tiefgreifende Bedeutung dieser Erkenntnis spiegelte sich letzten Samstag unter anderem wieder einmal in einer meiner Lieblingsbesch\u00e4ftigungen, dem Briefe schreiben. Dieses Mal bedachte ich meine betagte Brieffreundin, die ich das letzte Mal vor zehn Tagen bei herrlichstem Sp\u00e4tsommer-Wetter in einem der s\u00fcdlichen Parks traf und mit ihr dort wunderbare Stunden flanierend verbrachte sowie die Irland-verliebte Dame in der Stadt, die um 1050 herum in der Abtei Werden erstmals erw\u00e4hnt wurde und die mir zuletzt eine zauberhafte Karte zukommen lie\u00df, deren Spruch so gut zu mir passte. Allesamt waren wir damals sehr erfreut dar\u00fcber, dass die Sendungen im Postkasten der jeweiligen Adressatin ankamen. Keine Selbstverst\u00e4ndlichkeit, wie wir in den letzten Monaten feststellen mussten und uns deshalb auch dazu entschieden die Aufmerksamkeit auf diesen Umstand an die h\u00f6chste Stelle des zust\u00e4ndigen Postunternehmens zu lenken. Die Folgen der verloren gegangenen Briefe offenbarten schlie\u00dflich auch die verloren gegangenen Gedanken und damit einhergehende Beachtung des anderen, die manchmal Fragen und Verunsicherung hinterlie\u00dfen. Gl\u00fccklicherweise konnten wir zur \u00dcberbr\u00fcckung auch \u00fcber andere Wege Kontakt halten, wollten jedoch N\u00e4heres \u00fcber den Verbleib der Briefe erfahren. Dass Aufmerksamkeit und Beachtung nicht zwingend miteinander einhergehen und der Begriff <em>&#8222;Anstand&#8220;<\/em> manchmal zum Fremdwort avanciert, lernten wir dann von denen, die vergessen hatten, dass sie einst Kinder waren. Doch unbeiirt werden wir nun nach weiteren M\u00f6glichkeiten Ausschau halten, um den Dingen auf den Grund zu gehen, denn es scheint auch so, als wenn unser Anliegen nur die Spitze des Eisbergs symbolisiert.<\/p>\n<p>Postkarten-Gr\u00fc\u00dfe ganz anderer Art hinterlie\u00df ich am Sonntag in einem Caf\u00e9, dass ich zum ersten Mal besuchte und dort einige Stunden mit meinem angehenden Schriftsteller-Kollegen verbrachte. Im Austausch \u00fcber schriftstellerisches Tun, einer pers\u00f6nlichen Widmung und der Er\u00f6rterung von M\u00f6glichkeiten des Vorlesens, kam auch das Umweltprojekt <em>&#8222;Bridge to Hawaii&#8220;<\/em> zur Sprache. In dieser Herzensangelegenheit erz\u00e4hlte ich ihm vom ersten Treffen mit den Damen und Herr, die das Projekt begleiten und denen ich auch eine <em>Aloha<\/em>-Postkarte mit auf den Weg gab. Einige davon, die auf das Projekt aufmerksam machen, f\u00fchrte ich nun mit mir und so war der richtige Zeitpunkt gekommen Spuren zu hinterlassen, diese anhand eines Fotos zu dokumentieren und entspannt abzuwarten wer wohl eine Antwort zur\u00fcckschicken wird.<\/p>\n<p>Um noch mehr Aufmerksamkeit auf <em>&#8222;Bridge to Hawaii&#8220;<\/em> zu lenken, befasste ich mich dann am Montag ausgiebig mit der virtuellen Welt, gr\u00fcndete ein Projekt-Profil f\u00fcr die Foto-Gemeinschaft namens <em>instagram<\/em> und bef\u00fcllte es mit den ersten fotografischen Hinterlassenschaften. Einige Stunden sp\u00e4ter stellte ich dann mal wieder fest, dass bei allen Vorz\u00fcgen des Eintauchens in die virtuelle Welt, das entscheidende das rechtzeitige Auftauchen ist. So schenkte ich also der realen Welt wieder meine Beachtung, die ihr zu Recht geb\u00fchrt und widmete einen Teil meiner Lebenszeit den Menschen um mich herum, die gesehen werden wollten. So fanden am Dienstag zum wiederholten Mal die Schmetterlingsdame, der junge Mann mit der vierbeinigen Dame namens <em>Cleo<\/em>, die ihm sprichw\u00f6rtlich zu F\u00fc\u00dfen liegt und meine Wenigkeit im Piratencaf\u00e9 zum Stelldichein zusammen. Nachdem junger Mann mit Hund den Ort des Geschehens verlassen hatte, befassten sich die zwei Damen noch rege mit dem Entwurf eines Wiedererkennungszeichens f\u00fcr <em>&#8222;Bridge to Hawaii&#8220;<\/em> bis auch sie sich voneinander trennten. Ich fand mich wenig sp\u00e4ter vor einer h\u00fcbschen, roten T\u00fcr mit meiner Gl\u00fcckszahl an der Mauer wieder, die unversehens aufsprang und mir eine wohlbeannte Dame entgegentrat, die mich bereits erwartete. Gemeinsam statteten wir nun dem franz\u00f6sisch angehauchten Caf\u00e9 einen Besuch ab, freuten uns \u00fcber die Anwesenheit des anderen und vertieften unsere Verbundenheit mit Geschichten aus der Berliner Heimat und gemeinsamen Aktivit\u00e4ten zu<em> &#8222;Bridge to Hawaii&#8220;<\/em>. Schlie\u00dflich nahmen auch\u00a0 wir wieder Abschied auf Zeit voneinander und tauchten in ein neues St\u00fcck Lebenszeit ein.<\/p>\n<p>Wie Du sicher unschwer meinen Erz\u00e4hlungen entnehmen kannst ist die Bedeutung von <em>&#8222;Aufmerksamkeit&#8220;<\/em> und <em>&#8222;Beachtung&#8220;<\/em> ein nicht zu verachtender, roter Faden in der Lebenslinie, der sich durch das t\u00e4gliche Leben zieht. Schenken wir diese anderen und werden mit ihr beschenkt, steht den gl\u00fccklichen Momenten und diesem Wohlgef\u00fchl, das wir <em>&#8222;Liebe&#8220;<\/em> nennen, eigentlich nichts mehr im Wege. Somit verspreche ich Dir an dieser Stelle Beachtung und Aufmerksamkeit indem ich Dir f\u00fcrsorglich einen neuen Brief in der n\u00e4chsten Woche schreiben werde und verabschiede mich an dieser Stelle f\u00fcr heute.<\/p>\n<p>In Liebe und mit Aloha,<\/p>\n<p>Alice<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">PS. Die Dame vom Mittagstreffen inspirierte mich noch mit folgendem, das ich Dir nicht vorenthalten m\u00f6chte:<em><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>&#8222;Go for whatever makes you happy.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Der Wochenr\u00fcckblick \u00fcber Themen, die Alice bewegten. Immer in Verbindung mit Liebe.&#8220; &#8222;Lieber Freund, seit meinem letzten Brief an Dich besch\u00e4ftigten mich in vielerlei Hinsicht die Begriffe &#8222;Aufmerksamkeit&#8220; und &#8222;Beachtung&#8220;. 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