{"id":1094,"date":"2016-04-20T16:10:15","date_gmt":"2016-04-20T14:10:15","guid":{"rendered":"http:\/\/alicezumbe.de\/blog\/?p=1094"},"modified":"2016-05-29T15:12:54","modified_gmt":"2016-05-29T13:12:54","slug":"kolumne-landkarte-im-kopf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/alicezumbe.de\/blog\/kolumne-landkarte-im-kopf\/","title":{"rendered":"Kolumne: Landkarte im Kopf."},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_1095\" aria-labelledby=\"figcaption_attachment_1095\" class=\"wp-caption aligncenter\" style=\"width: 160px\"><a href=\"http:\/\/alicezumbe.de\/blog\/kolumne-landkarte-im-kopf\/alice_zumbe_nb-14\/\" rel=\"attachment wp-att-1095\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-thumbnail wp-image-1095\" title=\"Alice_Zumb\u00e9\" src=\"http:\/\/alicezumbe.de\/blog\/blogin\/media\/\/2016\/04\/Alice_Zumbe_nb2-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><figcaption id=\"figcaption_attachment_1095\" class=\"wp-caption-text\">&#8222;Liebesbriefe von Alice.&#8220;<\/figcaption><\/figure>\n<address style=\"text-align: center;\">&#8222;Der Wochenr\u00fcckblick \u00fcber Themen, die Alice bewegten.<\/address>\n<address style=\"text-align: center;\">Immer in Verbindung mit Liebe.&#8220;<\/address>\n<p>&#8222;Lieber Freund,<\/p>\n<p>es ist wieder soweit &#8211; die ersten Worte des 13. Briefes an Dich formen sich langsam zu den Geschichten der letzten Woche, die mich bewegten und die bis heute noch v\u00f6llig unerwartete Wendungen nahmen. Einen kleinen Nachtrag zu meinem letzten <a title=\"Kolumne: Gl\u00fcckstage.\" href=\"http:\/\/alicezumbe.de\/blog\/kolumne-glueckstage\/\" target=\"_blank\">Brief<\/a>, der mich einen Tag nach meinem pers\u00f6nlichen Gl\u00fcckstag zum Lachen und zum Staunen brachte, m\u00f6chte ich Dir nicht vorenthalten, weil das Leben die besten Geschichten schreibt. Diese schienen mir schon so manches Mal fast unglaublich und doch sprachen die Tatsachen dann f\u00fcr sich &#8211; f\u00fcgten St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck die Momente des Lebens zusammen, die am Ende ein ganzes Bild entstehen lassen.<\/p>\n<p>Ich erinnere mich nicht mehr genau an die Bewegr\u00fcnde, die mich veranlassten mich an diesem Tag noch einmal mit dem Drachenreich zu befassen, indes schenkten sie mir unverhofft einen weiteren Gl\u00fccksmoment. So entdeckte ich, dass Bhutan die Thronbesteigung seines ersten K\u00f6nigs Ugyen Wangchuk im Jahre 1907 mit einem Nationalfeiertag ehrte. Das verwunderliche daran ist f\u00fcr mich die Konstellation, die mir offenbarte, dass dieser Tag ganz genau mit meinem Geburtstag \u00fcbereinstimmt. 365 M\u00f6glichkeiten und doch ist es dieser Tag, der mich auf irgendeine Art und Weise mit diesem Land verbindet, das das Gl\u00fcck zu einem bedeutenden Bestandteil seines Fortbestands machte. Ist das nicht wundervoll, liebster Freund?<\/p>\n<p>So sehr in mir diese Entdeckung das Dopamin zur Aussch\u00fcttung anregte, stimmte es mich in den n\u00e4chsten Tagen auf ruhige Momente ein. Wieder einmal verabschiedete ich mich f\u00fcr einige Zeit aus der virtuellen Welt und bet\u00e4tigte dar\u00fcberhinaus den Ausschalten-Knopf meines Smartphones. Es wurde Zeit f\u00fcr mich Ausgeglichenheit zu schaffen und mich bewusst dem inneren Frieden zu widmen. Viele Ver\u00e4nderungungen begleiteten mein Leben in den letzten Monaten &#8211; manche traten von au\u00dfen an mich heran, andere initierte ich von innen heraus und alle f\u00fchrten zu bedeutenden Wendungen. \u00dcber einige Ereignisse der letzten Wochen wollte ich noch einmal in Ruhe nachdenken, sie verinnerlichen und Klarheit dar\u00fcber gewinnen, welche mich noch weiter begleiten sollten und welche keine Rolle mehr f\u00fcr meinen Weg spielten. Zufrieden blicke ich in jedem Fall auf zahlreiche, gl\u00fcckliche Momente und etliche sch\u00f6ne Begegnungen mit bekannten und unbekannten Menschen zur\u00fcck, die alle zusammen fertige St\u00fccke meiner Landkarte im Kopf aufzeigen. Manche deuten sogar schon Richtungen meines Weges auf einer saftigen, gr\u00fcnen Wiese an, die ich sehe, wenn ich auf meine Vision von der Zukunft blicke, deren Ausgestaltung noch offen vor mir liegt.<\/p>\n<p>Zu Beginn diesen Jahres reflektierte ich \u00fcber einige bedeutende Ereignisse und Begegnungen des letzten Jahres, die mich veranlassten damals die folgenden Gedanken in Worte zu fassen:<\/p>\n<p><em>&#8222;Das Leben schreibt seine eigenen Geschichten, w\u00e4hrend man Schritt f\u00fcr Schritt weitergeht. Ab und an schaut man zur\u00fcck und mit immer mehr Abstand zu dem Vergangenen, erkennt man allm\u00e4hlich die Zusammenh\u00e4nge der vielen kleinen Ereignisse, aus denen sich dann irgendwann ein ganzes Leben zusammengef\u00fcgt hat. <\/em><\/p>\n<p><em>Langsam beginne ich zu verstehen, welche Bedeutung die letzten Monate f\u00fcr mein Leben erhalten. Alles hat sich ver\u00e4ndert. Nichts ist noch so, wie es einst war. Und wie macht man weiter, wenn ein Traum sich erf\u00fcllt, ein Abenteuer endet? Und wenn man erkennt, dass der Abschied noch nachklingt und man trotzdem weitergehen muss, weil es immer nur vorangeht und man im \u00e4u\u00dfersten Fall nur schlicht stehen bleiben kann, um innezuhalten, sich auszuruhen?<\/em><\/p>\n<p><em>Erst am Ende des Lebens ist das Bild vollst\u00e4ndig. Sp\u00e4testens dann offenbart sich jedem, welche einzelnen Puzzlest\u00fccke er hinzugef\u00fcgt hat und wie sie sich in ihrer Gesamtheit darstellen. Auf dem Weg dorthin entwickelt man im besten Fall eine Vision, einen Wunschtraum davon, wie das Puzzle des eigenen Lebens aussehen soll. Eine Liebe meines Lebens erz\u00e4hlte mir von einem K\u00fcnstler, den er beobachten durfte, w\u00e4hrend dieser sein Werk vollendete. Er bemalte einzelne St\u00fccke, \u00fcbermalte diese, f\u00fcgte Neues hinzu und \u00fcbermalte wieder Anderes. Zwischendurch glaubte man das fertige Bild schon zu erkennen, doch zum Ende hin hatte es sich noch einmal ver\u00e4ndert. So male ich mir aus, wie sich der Weg zum Puzzle des Lebens entwickelt.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Die Landkarte im Kopf, das Puzzle, das Bild oder der Film des Lebens &#8211; es gibt viele M\u00f6glichkeiten das Leben in seiner Gesamtheit in Worte zu fassen. Vor allem ist es gezeichnet von Ver\u00e4nderungen, denn jeder neue Tag, jede neue Begegnung, jedes Erlebnis, jede Handlung, jeder Gedanke und jedes Gef\u00fchl obliegt dieser steten Wandlung. Vor wenigen Tagen setzte sich eine Dame in ihrer Mittagspause zu mir an den Tisch, um die W\u00e4rme der Sonne in der noch k\u00fchlen Fr\u00fchlingsluft zu genie\u00dfen. So kamen wir ins Gespr\u00e4ch und fanden uns bald in einem anregenden Austausch exakt zum Thema &#8222;Ver\u00e4nderungen&#8220; wieder und genau dies f\u00fchrte dazu, dass ich Klarheit dar\u00fcber gewann, wor\u00fcber ich in diesem Brief an Dich schreiben werde. Indes passierte etwas v\u00f6llig unvorhersehbares, das auch diesen Brief zu guter Letzt ein St\u00fcck ver\u00e4nderte.<\/p>\n<p>Heute morgen wachte ich auf, schaute zum Fenster hinaus, sah das strahlende Sonnenlicht, das die ersten gr\u00fcnen Bl\u00e4tter eines Baumes durchwirkte und dachte so bei mir: <em>&#8222;Was f\u00fcr ein sch\u00f6ner Tag.&#8220;<\/em> Sogleich \u00f6ffnete ich weit die Balkont\u00fcr und huschte f\u00fcr einen Moment ins Bad. Die noch k\u00fchlen Temperaturen des Morgen lie\u00dfen mich auf dem R\u00fcckweg fr\u00f6steln und schnell noch einmal kurz unter die warme Bettdecke gleiten, als ich im rechten Augenwinkel einen fliegenden Schatten wahrnahm. Einen Atemzug sp\u00e4ter landete ein Rotkehlchen auf dem wei\u00dfen Beistelltischchen, das ungef\u00e4hr zwei Meter vom Kopfende meines Bettes entfernt an der Wand steht, schaute kurz in meine Richtung und flog wenige Sekunden sp\u00e4ter schlie\u00dflich wieder durch die Balkont\u00fcr hinaus. Was f\u00fcr ein einzigartiges Ereignis, das mich zum Strahlen und zum Lachen brachte. Besonders deshalb, weil ich noch herausfand, dass dieser kleine Vogel bei den alten germanischen und keltischen Volksst\u00e4mmen als \u00dcberbringer der Sonne galt und auch sp\u00e4ter die Menschen daran glaubten, dass &#8222;Robin&#8220; &#8211; so seine Bezeichnung in englischer Sprache &#8211; Frieden ins Haus bringt, so dass seine Bewohner dort in Gl\u00fcck und Frieden leben. Dieser Umstand l\u00e4sst jetzt noch mein Herz tanzen, denn er versinnbildlicht f\u00fcr mich auch einen Wegweiser, der mit einer Idee zusammenh\u00e4ngt, die in den letzten Tagen heranreifte. Der &#8222;Room of Happiness&#8220; &#8211; doch dazu verrate ich an dieser Stelle noch nicht mehr.<\/p>\n<p>Den Gl\u00fccksmoment mit Robin teilte ich bereits mit einigen Menschen, deren Begegnung mir der heutige Tag schon schenkte und wir alle herzlich \u00fcber diese Geschichte lachten. Was f\u00fcr ein sch\u00f6ner Tag!<\/p>\n<p>In Liebe,<\/p>\n<p>Alice<\/p>\n<p>PS: Der Nationalvogel des Drachenreichs ist der Rabe, der die Weisheit symolisiert und die letzte Zeile der Nationalhymne Bhutans lautet:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>&#8222;May the sun of peace and happiness shine on the people.&#8220;<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Der Wochenr\u00fcckblick \u00fcber Themen, die Alice bewegten. Immer in Verbindung mit Liebe.&#8220; &#8222;Lieber Freund, es ist wieder soweit &#8211; die ersten Worte des 13. 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